Der Mensch
Vorwort:
"Nun seht euch an, ihr Menschen! Die selbst gekrönte Herrlichkeit der Schöpfung... Wo ist der Prunk? Wo die Glorie? Im Schlamm und Morast wühlend, nicht besser als Schweine. Auf der Suche nach dem letzten bisschen Hoffnung!"
Das soll angeblich der Elfenkönig Glanduin gesagt haben nach der Schlacht um Brekkenfurt. Nachdem die Armeen der Menschen vernichtend geschlagen worden waren, trieb man die Königsfamilie und den Adel vor die Tore der Stadt auf das Schlachtfeld.
Zwischen den Leichen ihrer Soldaten wurden ihre feinen Kleider mit blutigem Schlamm beschmiert. Sie hatten sich verkrochen wie Feiglinge. Der Elfenkönig trat vor sie, in einer erhabenen Rüstung. Man sagt, er kämpfte stets an vorderster Front.
König Glanduin warf eine Handvoll Münzen vor die Adligen und sagte, dass alle, die eine Münze ergatterten, verschont sein sollten. Als die feinen Herren und Damen mit gefesselten Händen im Schlamm wühlten, soll der oben zitierte Satz gefallen sein. Nach einiger Zeit präsentierten nur wenige der insgesamt 32 Gefangenen Hände voller Münzen.
Doch der Elfenkönig hatte so viele Münzen in den Matsch geworfen, dass jeder eine hätte bekommen können. Um diese Gier zu bestrafen, ließ er alle Menschen hinrichten – alle bis auf ein Mädchen, eine Bastardtochter des Königs. Sie suchte nicht nach Münzen.
Als Glanduin alle bis auf sie enthauptet hatte, fragte er das Mädchen, warum sie nicht um ihr Leben flehte, warum sie nicht versucht hatte, eine Münze zu erhaschen. Sie antwortete: "Guter Herr, keineswegs würde ich Sie der Lüge bezichtigen, aber ich wusste, dass ich heute sterben würde. Wenn nicht durch Ihre Hand, so doch sicher durch die Ihrer Männer. Mein Leben ist keiner Ihrer goldenen Münzen wert."
Glanduin hatte Mitleid und verschonte an diesem Tag das Mädchen, das später den Sohn des Königs heiraten sollte und so die Dynastie aep Glanndu gründen würde.
Der Platzt in der Welt:
Die Menschen sind einer der ältesten Völker in ganz Aetherion. Sie entwickelten sich aus den Nephalem die wiederum weit vor den großen Kriegen zwischen Dämonen und Seraphim aus Verbindungen jeder endstanden sind. Die Menschheit hat im Laufe ihrer Jahre gewaltige Königreiche erschaffen, glorreiche Dynastien aufgebaut und unfassbare Monumente errichte und alles wieder in Schutt und Asche verwandelt.
Ihr Potenzial ist nahe zu grenzenlos, auch wenn die Magie die von Elfen, oder Unterwelt Bewohner weit komplexer verwendet wird sind es doch die Mensch die immer neue Mittel und Wege finden die Naturgesetze zu beugen und nach ihrem Willen zu Formen.
Von Architektur, Kultur, Wissenschaft, Magie und Alchemie über Kunst, Musik und Bildung, Poesie und Philosophie bis hin zu Kriegskunst, politische Systeme, Wirtschaft und zusammenleben gibt es kein Bereich in dem Mensch nicht begabt sind oder zumindest gibt es nicht was ein Mensch nicht lernen könnten.
Diese absolute Anpassungsfähigkeit war es das die Mensch über all die Jahrtausende voranbrachte. Nicht nur in Midgard, auch in der Hölle und in den Himmel sind sie anzutreffen. Sie sind in alle Ecken der Welt und auch in nahezu alle Völker immigrier und haben unzählige brauche, Glaubensrichtungen und Traditionen für sich adaptiert.
Haben Bündnisse geschmiedet, treiben Handel und pflegen völkerübergreifende Freundschaften und Partnerschaften.
Auch die Völker Verträge, die Säulen des Friedens wurden von ihnen aktiv vorangetrieben und stets verteidig.
Die Kultur der Menschen ist eben so wandelbar und unterschiedlich wie ihre umfangreiche Geschichte. Nicht um sonst füllen die Bücher über ihre Siege und Niederlagen fast immer die höchsten Regale in den Bibliotheken der 3 Welten.
Die Menschen sind wie eine Münze, auf der einen Seite schreiben sie ein Gedicht über Liebe, auf der anderen Entwickeln sie ein Foltergerät das einem die größten Schmerzen zufügt. Auf der einen Seite Geben sie dir Vertrauen, auf der anderen verraten sie dich für ein Säckchen Silber.
Sie sind eine Münze zwischen gut und böse und genau eine solche Münze muss man werfen wenn man einem Menschen begegnet.
Wo andere Völker zum größten Teil eine in sich geschlossen eine Einheit bilden konkurrieren Mensch untereinander meist mehr als gegen andere.
Ein Kinderreim der in der den Hölle reichen verbreitet ist lauert:
Ich bin aus Staub und Lehm gemacht.
Aus Feuer und aus Licht.
Ein Tier, das trauert und das lacht.
Ich greife nach den Sternen.
Ein Ding, das Gut und Böse kennt.
Das barfuß durch die Wüste rennt .
Ich bin Gebieter und Lakai.
Weißt du wer ich bin?
Dieser Reim zieht auf die Menschen ab und beschreibt dieses Volk recht treffend wie ich finde.
Die Menschen, ein Volk bei dem Erschaffen und vernichten in der selben Hand liegt, dein bester Freund oder schlimmster Feind mit einer Geschichte fast älter als alle anderen, mit unsagbar potenziell aber auch unsagbarer Dummheit.
Das sind die wir... Das sind die Menschen.




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